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Die Menorquiner

Die Menorquiner sind sehr stolz auf ihr künstlerisches und historisches Erbe. Die spanische Kultur gestaltet sich hier zusammen mit den inseleigenen Traditionen und der besonderen Sprache, dem Menorquin, als eine besonders reizvolle Mischung.

Kultur

Das kulturelle Angebot von Menorca ist umfassend und vielfältig.

Felsen und Gestein haben hier Kulturgeschichte geschrieben. Wahrlich beeindruckend sind die steinernen Monumente aus vorgeschichtlicher Zeit wie die Navetas, Taulas und Talaiots.

Die hervorstechensten Museen sind: das Naturmuseum in Ferreries; das Museum Diocesà und das Gemeindemuseum Des Bastió de Sa Font in Ciutadella sowie das Museum von Menorca und Hernández-Sanz in Maó; und das Militärmuseum sowie die Festung von Marlborough in Es Castell.

Die bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden, sind die internationale Opernwoche von Maó, das Sommer-Musikfestival und die Konzerte in der Kapelle Davídica in Ciutadella, sowie die internationalen Festivals von Orgelmusik in Maó. Außerdem werden auch immer mehr Jazzkonzerte in das Musikangebot der Insel aufgenommen.

Sprache und Literatur

Die Sprache, die auf der Insel gesprochen wird, ist eine Ableitung des Katalanischen. Diese wurde von den Eroberern im Jahre 1287 eingeführt, als sie sich der Insel bemächtigten und sie bevölkerten.
Die katalanische Sprache verbreitete sich in der menorquinischen Gesellschaft mit der Eroberung Menorcas durch Alfonso III. von Aragonien und durch die nachfolgende Neubesiedlung der Insel mit Bewohnern, die aus Katalonien stammten.

Die Jahrhunderte islamistischer Herrschaft und die englische, sowie die französische Besatzungszeit hinterließen ebenfalls ihre Spuren in der Mundart der Menorquiner. Zum Beispiel ist der Gebrauch von einigen Wörtern, wie "Gin"; ein Ausdruck, der gebraucht wird, um den Genever (Wacholderbrantwein) zu benennen, der von den Briten im 18. Jh. eingeführt wurde. Ebenso werden Vokabeln wie "xoc" gebraucht, was sich vom Englischen "chalk" für Kreide ableitet oder "mèrvels" für Murmeln (vom Englischen "marbles"). Ebenso benutzt man den Ausdruck "bòtil", wenn man von einer Flasche spricht, was ganz klar auf das englische Wort "bottle" zurückgeht.

Ein glücklicher Zusammefluss politischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Umstände gab Menorca einen wichtigen Platz in der katalanischen Literatur vom ausgehenden 18. und Beginn des 19. Jh., als in Katalonien die Sprache wegen der Zentralisierungsgesetze, die der erste Bourbone ein Jahrhundert zuvor erlassen hatte, vollständig daniederlag. Es dauerte fast drei Generationen, bis sie in der Bewegung der Katalonischen Renaissance wieder auferstand. Auf Menorca dagegen wurde am 30. April 1778, während der zweiten britischen Besatzung, die Mahonesische Kulturgesellschaft von einer Gruppe Adeliger und Juristen gegründet. In dieser Kulturvereinigung wurden Reden gehalten, Lesungen veranstaltet und Themen aus der Geschichte, Literatur und Sprachwissenschaft diskutiert. Auch wurden Dramen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen übersetzt. Die Gesellschaft löste sich 1785 unter der spanischen Herrschaft auf, setzte ihre Tätigkeit dann jedoch in den ersten Jahrzehnten des 19. Jh. fort. In dieser Zeit gab es eine Blüte menorquinischen Schrifttums über die verschiedensten Themen.

Die eigene Sprache Menorcas ist das Katalanische, in der Balearen-Variante, die heutzutage zusammen mit dem Kastilischen als offizielle Amtssprache gilt. Auf jeder der Balearischen Inseln wird ein anderer Dialekt gesprochen. In Menorca handelt es sich um das Menorquinische.

Mit dem Gesetz der linguistischen Normalisierung (1986) hat sich das Katalanische weiter in der Gesellschaft gefestigt. Mit diesem Gesetz wollte man die katalanische Sprache in der Öffentlichkeit fördern und ihren Gebrauch als Unterrichtssprache in den Schulen unterstützten.